Traumata sind von außen nicht sichtbar. Sie berauben uns unserer Freiheit, Normalität, Lebensfreude, Sicherheit, Individualität und unseres Friedens.
Die Stiftung Überbrücken hilft Frieden zu stärken. Dauerhafter Frieden ist nur möglich, wenn individuelle und gesellschaftliche Folgen von Krieg, Flucht und Vertreibung verarbeitet werden. Kriege sind immer eine gemeinsame Tragödie aller Beteiligten; sie erleiden den Verlust ihrer Angehörigen und werden von Angst– und Albträumen, von Schuld– und Schamgefühlen, von Verlust des Selbstwert– und Mitgefühls geplagt, sie fühlen sich in der Welt nicht mehr heimisch.
Die Stiftung lädt dazu ein, sich nachhaltig für verschwiegene und verdrängte Erfahrungen mit Gewalt bewusst zu öffnen, um daraus zu lernen, rechtzeitig neue Gewaltausbrüche zu verhindern, damit aus nachfolgenden Generationen nicht erneut Opfer oder Täter werden, sondern das Leben durch Lebensfreude seinen Sinn erfährt. Das Angebot der Stiftung erstreckt sich von Beratungs- und Betreuungsgesprächen, die sich an den konkreten Bedürfnissen betroffener Personen orientieren, über Begegnung und Austausch mit ZeitzeugInnen des zweiten Weltkriegs bis hin zu Flüchtlingen aus gegenwärtigen Kriegsgebieten und schließt auch Forschungsarbeit und Fachvorträge mit ein.